Wie im letzten Post erwähnt, ist es wichtig, dass Sie die Qualität Ihrer Empfängerliste dauerhaft im Auge behalten. Am besten kontrollieren Sie die Erfogs-Indices nach jeder Aussendung. Sobald sich einer der Werte außergewöhnlich verändert, finden Sie heraus, woran das liegt. Bei negativen Entwicklungen können Sie gegensteuern, bei positiven können Sie aus dem Erfolg lernen.
Von Zeit zu Zeit sollten Sie sich zusätzlich die Mühe machen, Ihren Datenbestand genauer zu untersuchen. Das kostet zwar je nach Größe der Empfängerliste viel Zeit, aber Sie werden mit besseren Erfolgsquoten belohnt. Bei mehreren Tausend Empfängern ist zwar die Mühe größer, Sie können hier aber mehr Kosten einsparen, wenn Sie Karteileichen entfernen.
Sehen Sie sich Ihre Verteilerliste genau an, und zwar auf Basis der einzelnen Empfänger. Suchen Sie zum Beispiel nach unpersönlichen Adressen, wie info@…, kontakt@… usw. Solche Namen sind ein Hinweis darauf, dass sich hinter diesen Adressen keine einzelnen Menschen verbergen. Sehen Sie sich die Öffnungsraten von diesen Adressen an. Hat einer dieser Adressaten die letzen Newsletter nicht geöffnet oder hat er das sogar noch nie getan, ist diese Adresse wertlos.
Sind Sie hundertprozentig sicher, dass diese Adresse von einem double-opt-in kommt? Das kann beispielsweise dann nicht der Fall sein, wenn Sie etwa Adressen zugekauft haben oder die Adressen über Co-Sponsering gewonnen haben. Kommt eine solche generische Adresse von einer dieser Quellen und zeigt sie keine Aktivität, dann sollten Sie diese Karteileiche löschen.
Vorsicht auch bei Mailadressen, die Schimpfwörter oder das Wort „spam“ (spammichvoll@…) enthalten. Diese sind in den meisten Fällen auch zweifelhaft. Sehen Sie sich auch bei solchen seltsamen Adressen genau an, wie deren Öffnungsrate und Klickverhalten ist.
Mailadressen die mit abuse@… beginnen, sollten Sie auf jeden Fall ausschließen. Dieser generische Name ist eigentlich dafür gedacht, bei einem Domain-Betreiber einen Missbrauch seiner Mailadresse(n) anzuzeigen. Als Empfänger eines Newsletters ist so eine Adresse nicht vorgesehen.
Manche Domains signalisieren, dass die Empfänger Ihre eMails eigentlich gar nicht wollen. Am deutlichsten ist das bei den so genannten Wegwerf-Mailadressen. Solche Anbieter sind zum Beispiel trash-mail.com, sofort-mail.de, spambog.com oder dodgeit.com.
Zu diesen Anbietern kann man an beliebige Adressen ohne Registrierung kostenlos Mails schicken lassen und diese im Browser direkt abrufen. Nach einigen Tagen wird die Mail automatisch gelöscht. Dass ein Nutzer hier regelmäßig vorbeischaut, um Ihren Newsletter zu lesen ist extrem unwahrscheinlich. Daher können Sie Adressen bei solchen Anbietern aus Ihrer Verteilerliste streichen.
Sehen Sie sich am Ende Ihrer Analyse an, woher die Adressen kamen, die Sie ausgeschlossen haben. Beobachten Sie diesen Kanal und überdenken Sie, ob es in Zukunft sinnvoll ist, weiter neue Adressen über diesen zu generieren.
Wer mehr zu diesem Thema wissen will, dem sei der Leitfaden E-Mail Marketing 2.0 von Torsten Schwarz empfohlen. Darin gibt es ein kurzes Kapitel zur Pflege der Adressdatenbank.
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